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Akrobatik als Sportart hat einige Besonderheiten, die für Anfänger ungewohnt sein können und deren Kenntnis den Einstieg erleichtern.

Gefahren bei der Akrobatik

Vermeidung langfristiger Risiken

Das Tragen anderer Personen, oder auch das Halten des eigenen Gewichtes auf den Händen, sind relativ anspruchsvolle Belastungen für den Körper. Für die Mehrzahl der Akrobatik-Figuren ist es notwendig die Bewegungsradien vieler Gelenke möglichst in ihrem vollen Umfang nutzen zu können. Um hierbei Überlastungen zu vermeiden werden diese Bereiche recht intensiv gedehnt. Diese Dehnungen erzielen eine gute, aber in vernünftigem Rahmen beleibende Beweglichkeit, minimieren die Risiken von Zerrungen und ermöglichen es als Cool Down die belasteten Muskeln zu entspannen. Besonders die Handgelenke, mit ihrem komplexen Aufbau, sind für Überlastungen anfällig. Zur Vermeidung von Überlastungen werden die Gelenke häufig schon zwischen den Übungsabschnitten gelockert, zusätzlich wird am Ende der Übungseinheit durch Dehnen die umgebende Muskulatur entspannt. Im Allgemeinen wird dem Grundlagentraining allseitig mit Kraft und Beweglichkeit zu wenig Beachtung geschenkt. Der Muskelaufbau erfolgt relativ schnell, aber das Binde- und Stützgewebe (Bänder, Sehnen und Knorpel) benötigt eine wesentlich längere und eine sehr kontinuierliche Belastung, um schadensfrei seine Leistung zu bringen. Das wird in den allgemeinen Akrobatikgruppen meistens nicht beachtet, weil man schnelle Erfolge sehen möchte.

Die Belastung der Wirbelsäule wird oft überschätzt, da die fachfremden Beobachter oft die Leistungen des Muskelkorsetts (der Stabilisierung des Oberkörpers durch die Rumpfmuskulatur) nicht korrekt einschätzen können. Allerdings besteht hier ein großes Potential für Folgeschäden, falls die Anforderungen der Wirbelsäule missachtet werden. Das Training eines Akrobatikanfängers belastet lange Zeit hauptsächlich nur die Arme und Beine (fehlendes allseitiges Grundlagentraining). Bei diesen Übungen werden die Lasten über Beine, Becken und Schultern (Figuren mit liegender Unterperson), aber nicht über die Wirbelsäule abgeleitet. Somit kann sich in dieser Zeit langsam die Rumpfmuskulatur durch die stabilisierenden Übungsanteile aufbauen, die später einen Großteil der Unterstützung der Wirbelsäule übernimmt (siehe auch Muskuläre Dysbalance)(dieses kann unterstützt werden, wenn gezielt die Mittelkörpermuskulatur rings um die Wirbelsäule intensiv trainiert wird, statisches Krafttraining hat sich da sehr gut bewährt). Beim Einstieg in die höheren Figuren muss an Anfang auf eine geringe Belastung, d. h. eine leichte und möglichst erfahrene Oberperson geachtet werden. Kombinationen von Anfängern mit erfahrenen Partnern sind zu bevorzugen, da hier ein Aufschaukeln der instabilen Phasen meist unterbleibt. Zusätzlich wird die Dauer der Belastung möglichst kurz gehalten. Erst wenn über mehrere Trainingseinheiten keine Probleme erkennbar sind, kann mit etwas komplexeren Figuren fortgefahren werden. Besondere Aufmerksamkeit muss der Trainer der korrekten Körperhaltung unter Last widmen. Hängende Schultern und runde Rücken sind nicht nur bei Auftritten weniger vorteilhaft, mit einer aufrechten Haltung ist es für den Körper möglich die Belastung viel besser zu verteilen. Die Wirbelsäule ist in ihrer korrekten, aufrechten Haltung deutlich belastbarer, als dies in den, oft unter Last eingenommenen Fehlhaltungen der Fall ist. Bei guter muskulärere Absicherung der Wirbelsäule rings herum sind relativ hohe Belastungen ohne Schäden möglich.

Absturzsicherung

Hilfestellung

Longe

Dresscode

Nicht machen

  • Schmuck, wie alle Sorten von Ohrringen oder Ketten, sollte unbedingt abgelegt werden, um ein schmerzhaftes Abreißen oder Würgen zu vermeiden.
  • In Schlaufen und Taschen an der Kleidung können sich deine Partner verfangen, wenn wir Glück haben, zerreist bei Befreiungsversuch nur die Kleidung.
  • Sehr weite Kleidung stellt einerseits wiederum die Gefahr des Verfangens wie bei Schlaufen dar, andererseits rutscht diese Kleidung leicht beim Kopfüber-Turnen und mancher Anfänger hat sinnlos seinen Hals riskiert um seine (vermutlich völlig unspektakuläre) Unterwäsche vor fremden Blicken zu schützen.
  • Joggingschuhe sind wie alles andere Schuhwerk mit festen Kanten bei den Unterleuten äußerst unbeliebt.
  • Sensibel: Die Körperpflege ist für alle "Nahkampfsportarten" prinzipiell hilfreich, gelgentliches Baden wird heutzutage von der Gesellschaft ja weitgehend toleriert ;-) Es ist nicht nötig klinisch rein zum Training zu erscheinen, aber Extreme sollten vermeiden werden, hierzu zählt insbesondere der intensive Gebrauch von parfümierten Hilfsmitteln.


empfehlenswert

  • Haarbänder mitnehmen, ggf. auch mehr als Eines. Wenn jemand auf den Haaren steht ist das nicht sehr angenehm.
  • Je nach Saison auch Kleidung, die nach dem Schwitzen ein Auskühlen reduziert. Wenn längere Phasen mit z.B. wenig aktiver Hilfestellung vorkommen, kann es in kalten Hallen äußerste unangenehm werden.
  • Akrobaten mit besonders trockenen Füßen finden oft keinen Halt bei entsprechenden Figuren. Passendes akrobatiksezifisches Schuhwerk kann dies leicht korrigieren. Die gleiche Aussage gilt für zu feuchte Füße.
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